Willkommen bei den Guttemplern in Wedel

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„Wenn Du Probleme mit dem Alkohol und/oder Tabletten hast und davon loskommen möchtest, können wir Dir helfen. Ich habe diese Hilfe selbst erfahren“
Ich bin Joachim Markgraf, 1953 geboren, verheiratet und wohne in Wedel. Von Beruf bin ich Konditor und Bürokaufmann und habe zuletzt als Kundenberater und Verkäufer im Natursteinhandel (Marmor- und Granitwerk) gearbeitet.
Wie kam ich zu den Guttemplern und warum wurde ich einer?

Ich habe die Guttempler im Asklepios Westklinikum HH/Rissen auf der qualifizierten Entgiftungsstation kennengelernt, wo ich im Februar 2006 aufgrund meiner Alkoholkrankheit behandelt wurde. Im wöchentlichen Wechsel stellten sich außer den Guttemplern noch drei weitere Selbsthilfegruppen vor.
Ich beschloss, die Wedeler Guttempler zu besuchen. Kurzer Weg, aufmunternde Gespräche - also blieb ich!  Nach einer Entwöhnungsbehandlung im Fachkrankenhaus Hansenbarg in der Nord Heide, entschloss ich mich die Gruppe weiterhin zu besuchen.
„Aufgrund meiner Alkoholvorgeschichte und den von mir in der Therapie gemachten Erfahrungen gehe ich davon aus, dass ich mich auch weiterhin eingehend mit meiner Alkoholerkrankung und deren funktionalen Bedingungen auseinandersetzen muss, um meine Abstinenz zu erhalten.“
Anfangs hatte ich noch keine hinreichende Klarheit über die Vorboten, die mir einen möglichen Rückfall ankündigen könnten. Hier konnte ich im Rahmen der bestehenden Abstinenz stützende Maßnahmen erfahren und vertiefen. Wertvoll waren mir die vertrauensvollen Kontakte in der Guttempler-Gemeinschaft „Roland-Wedel“.
Nach einem Jahr Gesprächsgruppenbesuch entschloss ich mich, Guttempler zu werden, und aktiv mitzuarbeiten, suchtkranken Menschen zu helfen.
Selbsterfahrene Hilfe weitergeben …
Einen Teil meiner Lebensfreude habe ich in der ehrenamtlichen Tätigkeit in der Suchthilfe gefunden - in der Gesprächsgruppe und in den Krankenhausbesuchen in HH/Rissen, wo wir jeden zweiten Dienstag im Monat, Patienten auf der qualifizierten Entgiftungsstation informieren, um ihnen Wege für die Zukunft nach der Entgiftung aufzuzeigen. Insbesondere empfehlen wir, eine Suchtselbsthilfegruppe zu besuchen.
Wertvoll sind mir die wöchentlichen Zusammenkünfte der Gemeinschaft.  Sie sind für mich eine schöne und hilfreiche Unterstützung und ich profitiere von den jahrelangen Erfahrungen   der älteren Mitglieder. Hilfreich war mir auch die Ausbildung zum ehrenamtlichen Suchthelfer, die die Guttempler neben anderen Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten anbieten.
Inzwischen leite ich in unserer Gemeinschaft das Sachgebiet Öffentlichkeitsarbeit und die Gesprächsgruppe, die seit 1981 im AWO-Treff Wedel zusammenkommt.
Außerdem bin ich seit September 2006 in der Hansenbarg-Kurier-Redaktion dabei und arbeite aktiv bei der Erstellung einer Patientenzeitschrift (bisher 3 Ausgaben im Jahr) mit, die für die aktiven und ehemaligen Patienten, Kliniken, Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen bestimmt ist.